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Kupfer Wasserleitung

Kupfer ist für den Menschen ein lebenswichtiges Spurenelement und wird vom Körper unter anderem zur Herstellung der roten Blutkörperchen benötigt. Bei einer zu hohen Kupferaufnahme drohen allerdings Gesundheitsschäden. Nach dem Verbot von Bleirohren bestehen Wasserleitungen heute meist aus Kupfer. Unter ungünstigen Umständen kann sich Kupfer aus Wasserleitungen in bedenklichen Konzentrationen lösen.

Welche Gesundheitsrisiken bestehen bei Wasserleitungen aus Kupfer?

Laut Trinkwasserverordnung darf Trinkwasser maximal 2 mg Kupfer pro Liter enthalten. Dieser Wert wird von der Wasserversorgern allerdings nur bis zum Hausanschluss garantiert. Eine Kontamination mit Kupfer findet meist in der Hausinstallation statt. Erwachsene sollten nicht mehr als 5 mg Kupfer pro Tag aufnehmen. Kleine Kinder können aber bereits bei einer täglichen Kupferaufnahme von mehr als 1 mg Schaden nehmen.[1] Eine chronische Vergiftung mit Kupfer kann unter anderem schwere Hirnschäden verursachen. Bei Kindern stellen sich bei einer zu hohen Kupferaufnahme aber auch relativ schnell Leberschäden (frühkindliche Leberzirrhose) ein. Bei den genannten Höchstwerten für die tägliche Kupferaufnahme gilt es zu bedenken, dass der Mensch bereits einen Großteil des benötigten Kupfers über die Nahrung aufnimmt. Wer außerdem viel Kupfer über Wasser aus der Wasserleitung aufnimmt, kann die empfohlenen Höchstmengen leicht überschreiten.

Unter welchen Bedingungen wird besonders viel Kupfer aus Wasserleitungen freigesetzt?

Kupfer löst sich besonders gut in saurem Leitungswasser (pH-Wert unter 7) mit einem niedrigen Härtegrad. Um die Freisetzung von Kupfer aus Wasserleitungen zu minimieren, stellen kommunale Wasserwerke bei sehr weichem Wasser den pH-Wert meist auf einen Wert von mindestens 7,8 ein. Bei sehr hartem Wasser kann der pH-Wert dagegen oft nicht in einen sicheren Bereich angehoben werden. Deshalb ist die Verwendung von Kupferleitungen bei pH-Werten unter 7 nicht gestattet. Bei sehr hartem Wasser im Härtebereich 4 wird sogar teilweise ein „Mindest-pH-Wert“ von über 7,4 für die Verwendung von Wasserleitungen aus Kupfer empfohlen.[2] Höhere Konzentrationen von Kupfer können besonders aus neuen Kupferrohren freigesetzt werden. Auch Stagnationswasser in Wasserleitungen ist ein Risikofaktor für Belastungen mit Kupfer. Verzinnte Kupferrohre oder Kunststoffleitungen können besonders in Gegenden mit saurem Wasser eine Alternative zu Wasserleitungen aus Kupfer sein.

Kupfer aus Wasserleitungen über Wasseranalyse aufspüren

Wie bereits erwähnt, findet eine Kontamination des Trinkwassers mit Kupfer meist in den Wasserleitungen der Hausinstallation statt. Über eine Schwermetallanalyse des Trinkwassers kann leicht festgestellt werden, ob von dem heimischen Leitungswasser eine Gesundheitsgefahr ausgeht. Ein solcher Test ist besonders bei kleinen Kindern im Haushalt zu empfehlen. Auch Betreiber privater Brunnen sollten ihr Leitungswasser regelmäßig testen, da die pH-Werte des Wassers hier oft nicht im sicheren Bereich für Kupferleitungen liegen.

Referenzen zu Kupfer Wasserleitung:

[1] Bundesinstitut für Risikobewertung, „Toxikologie von Blei, Kupfer und Zink im Wasser“ (pdf Download)
[2] Bundesinstitut für Risikobewertung, „Kupferrohre nicht für alle Trinkwasserinstallationen geeignet“

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