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Wieso den Gartenboden analysieren?
Profigärtner wissen, dass eine Analyse des Gartenbodens zum richtigen
und erfolgreichen Gärtnern dazugehört. Doch warum? Hier finden Sie
einige gute Gründe, die dafürsprechen, den Gartenboden regelmäßig zu
testen.
Jeder Gärtner wünscht sich einen prächtigen Garten mit tollen
Blüten und/oder einer lohnenden Ernte von Obst oder Gemüse. Doch auch
erfahrene Gärtner sehen sich häufig mit dem Problem konfrontiert, dass
ihre Pflanzen verkümmern, Blüten und Erträge ausbleiben. Die Reaktion
vieler Gartenbesitzer ist, nun den Dünger in die Hand zu nehmen.
Analysen von Gartenböden zeigen jedoch, dass die meisten Gartenböden
überdüngt sind.
Nährstoffmangel kann bei Pflanzen Kümmerwuchs
auslösen, zu Veränderungen und Verfärbungen an Blättern und Blüten
führen und Erträge minimieren. Was wenige wissen ist, dass auch ein
überdüngter Boden bei Pflanzen zu solchen Symptomen führen kann. Im
Unwissen noch mehr Dünger auf den Gartenboden zu geben, wäre in diesem
Fall kein Weg zur Behebung des Problems! Deswegen ist es für den
erfolgreichen Gärtner – nicht nur wenn seine Pflanzen nicht wie
erwünscht gedeihen – immer wichtig, über den Zustand seines Gartenbodens
Bescheid zu wissen.
Gartenboden Analyse auf Nährstoffe hilft gegen überdüngten Gartenboden
Nur
mit einer Analyse des Gartenbodens auf Nährstoffe kann ein überdüngter
Gartenboden vermieden werden, da dies die beste und zuverlässigste Art
und Weise ist, den Zustand seines Bodens einschätzen zu können. Oftmals
stellt sich beim Untersuchen des Gartenbodens heraus, dass eine Düngung
des Gartenbodens unnötig ist. Wer seinen Boden weniger düngt, schont
sowohl seinen Geldbeutel als auch die Umwelt und erhält reichblühende
Blumen und ertragreiche Nutzgärten. Eine Analyse des Gartenbodens sollte
vorzugsweise im dafür spezialisierten Labor durchgeführt werden, da so
aussagekräftige Prüfwerte erreicht werden können. Außerdem erhält man
eine hilfreiche Düngeempfehlung, die den Hobbygärtner dabei unterstützen
kann, seinen Gartenbodenboden nicht zu überdüngen und ihn optimal
einzustellen.
Das Labor testet den Gartenboden auf unterschiedliche
Nährstoffe und auch Spurenelemente. Dabei spielen Stickstoff, Phosphor,
Calcium und Magnesium, die für ein optimales Pflanzenwachstum essentiell
sind. Auch Spurenelemente wie Kupfer, Zink, Bor und Eisen sind für die
Pflanze wichtig. Das Vorhandensein dieser Stoffe im Gartenboden wird im
Labor untersucht und in einem Analysebericht festgehalten. Außerdem wird
der pH-Wert bestimmt, der darüber bestimmt, wie die angebauten Pflanzen
die Nährstoffe und Spurenelemente aus dem Boden aufnehmen können.
Ebenso wird die Bodenart ermittelt, denn sie beeinflusst den pH-Wert und
gibt dem Gärtner eine Information darüber, welche Standortbedingungen
er beim Anbau seiner Gewächse beachten muss.
Gartenboden Analyse auch auf Schwermetalle sinnvoll
Bodenökologen
empfehlen neben der Analyse des Gartenbodens auf Nährstoffe, den
Gartenboden auch auf Schadstoffe zu untersuchen. Eine besondere Rolle
spielen dabei Schwermetalle sowie Benzin und Öl. Wer eigenes Gemüse im
Garten anpflanzt, erwartet oft ein Lebensmittel in „Bio-Qualität“, dass
gesünder und weniger belastet ist als das aus dem Supermarkt. Leider ist
häufig das Gegenteil der Fall. Beim Testen von Gartenböden in
Deutschland wurden oft erhöhte Werte an Schwermetallen festgestellt, die
ohne eine Analyse des Gartenbodens unentdeckt geblieben wären. Denn
leider kann man eine Belastung mit gesundheitsschädlichen Stoffen dem
Gemüse weder ansehen noch diese schmecken.
Tatsache ist jedoch, dass
Schwermetalle aus dem Gartenboden ins Gemüse gelangen und in diesem
gespeichert werden. Werden die Pflanzen gegessen, werden die Gifte vom
menschlichen Körper aufgenommen. Eine weitere Rolle bei der Aufnahme von
Schadstoffen wie Schwermetallen aus dem Boden spielt der sogenannte
Direktpfad. Bei diesem wird verschmutzter Boden direkt vom Menschen
gegessen bzw. verschluckt. Dies ist besonders bei Kleinkindern ein
Problem, da diese beim Spielen im Garten häufig Erde in den Mund
bekommen.
Daher – Gartenboden auf Schwermetalle analysieren
Es
gibt also viele Gründe, warum man seinen Gartenboden auf Schwermetalle
testen sollte. Schwermetalle gelangen zum einen über die Wurzeln ins
Pflanzeninnere und haften sich zum anderen an die Pflanzenoberfläche an.
An der Oberfläche sind sie oft stark gebunden, sodass sie sich auch
über Waschen nicht oder kaum entfernen lassen. Davon betroffen sind vor
allem raue, bodennah wachsende und schwer zu reinigende Gemüsesorten.
Besonders Sellerie, Kartoffeln und Spinat sind dafür bekannt, dass sie
Schwermetalle anreichern.
Wer also plant, solche Gemüsesorten
anzupflanzen, ist immer gut beraten, seinen Gartenboden für der Aussaat
zu untersuchen, um die Gesundheit nicht unnötig zu belasten. Auch
Personen, die im Garten spielende kleine Kinder (Kleinkinder im
Krabbelalter) haben, sind mit einer Analyse des Gartenbodens auf der
sicheren Seite.
Nicht alle Gartenböden sind gleich mit Schadstoffen
belastet. Besonders Hobbygärtner, die an stark befahrenen Straßen leben,
sollten in Erwägung ziehen, ihren Gartenboden analysieren zu lassen.
Auch wenn bekannt ist, dass das Gartengrundstück im Großraum ehemaliger
Erzabbaugebiet oder auf Altlasten angelegt wurde, ist eine Analyse des
Gartenbodens sinnvoll. Ebenso sollte der Gartenboden getestet werden,
wenn das Gebiet gelegentlich von Überschwemmungen betroffen ist.