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Asbestpappe

Asbestpappe enthält meist über 80 % Asbest, dessen Fasern in der Pappe relativ schwach gebunden sind. Obwohl Asbestprodukte schon seit vielen Jahren verboten sind, findet sich Asbestpappe noch in vielen Gebäuden. Mit einem Asbest Test können die gefährlichen Asbestfasern sicher identifiziert werden. Insbesondere von beschädigter und brüchiger Asbestpappe können große Mengen gefährlicher Asbestfasern an die Luft abgegeben werden. Asbest ist ein Mineral, dessen Fasern Lungenkrebs und Asbestose verursachen können.

Asbestpappe - ein oft verkanntes Gesundheitsrisiko?

Bei intakter Asbestpappe wird die Freisetzung von gefährlichen Asbestfasern meist zu einem Großteil durch Abdeckschichten aus anderen Materialien verhindert. Asbestpappe unterliegt aber Alterungsprozessen durch mechanische und thermische Belastungen. Dadurch entstehen Risse in der Pappe und große Mengen winziger Asbestfasern werden in die Luft freigesetzt. Die Fasern dringen bis in tiefste Lungenregionen vor und setzen sich dort wie Widerhaken fest. Durch die chronische Reizung des Lungengewebes kann es nach einer Latenzzeit von ca. 20 – 40 Jahren zur Entwicklung von Lungenkrebs und Tumoren des Brustfells (Pleuramesotheliom) kommen.[1] Eine weitere durch Asbest induzierte Krankheit ist die Asbestose. Bei der Asbestose kommt es in der Lunge zu einer krankhaften Vermehrung des Bindegewebes. Asbestose führt zu schweren Atemproblemen und erhöht das Risiko für Lungenkrebs deutlich.

Asbestpappe – auch nach Asbestverbot noch häufig anzutreffen

Dachplatten aus Eternit, Spritzasbest oder Isolierungen von Nachtspeicheröfen bringen viele Menschen mit Asbest in Verbindung. Asbestpappe ist trotz ihrer langjährigen und vielseitigen Verwendung dagegen weniger bekannt. Asbestpappe wurde in sehr vielen Gebäuden als Isolationsmaterial unter Fensterbrettern eingesetzt. Auch in Öfen, Elektrogeräten sowie Wand- und Bodenbelägen war die Pappe ein häufig verwendetes Material.[2] Trotz des Verbots von Asbestprodukten im Jahre 1993 (Deutschland) bzw. 2005 (EU) findet sich Asbestpappe noch in vielen Gebäuden. Besonders von den oft beschädigten und stark gealterten Isolierungen unter Fensterbänken geht eine große Gesundheitsgefahr aus. Asbestprodukte sollten auf keinen Fall von Laien entfernt werden, da sonst unkontrolliert Asbestfasern freigesetzt werden können. Zur Sanierung sind nur Firmen mit einem Sachkundeausweis (Regel für Gefahrstoffe 519) berechtigt.

Asbestpappe mit einem Test sicher identifizieren

Asbestpappe ist von Laien kaum von anderen Isolationsmaterialien zu unterscheiden. Mit unseren schnell georderten Test-Kit kann jedoch in wenigen Minuten eine Probe von verdächtigen Materialien genommen werden. Die Probe wird dann über den Postweg in unser spezialisiertes Labor zur Auswertung geschickt. Hier analysieren unsere Spezialisten das Material unter einem Rasterelektronenmikroskop und mittels energiedispersiver Röntgenmikroanalyse. Die Kombination dieser Methoden liefert eine sehr hohe Genauigkeit. Das Testergebnis wird nach etwa 10-14 Tagen zugeschickt.

 

Referenzen zu Asbestpappe:
[1] IPA Journal 02/2011, „Früherkennung asbestbedingter Krebserkrankungen“ (pdf Download)
[2] Bundesamt für Gesundheit Schweiz, „Asbest im Haus“ (pdf Download)

Asbest Analyse
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