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Legionellen Zahnarztpraxis

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Legionellen ZahnarztpraxisLegionellen sind im Wasser lebende Bakterien, die eine gefährliche Legionellose (Legionärskrankheit) hervorrufen können. Diese besonders für ältere und immungeschwächte Menschen lebensbedrohliche Krankheit äußert sich durch schwere Lungenentzündungen und hohes Fieber. Eine weniger schwere Verlaufsform der Legionärskrankheit ist das Pontiac-Fieber.

Legionellen stellen in Zahnarztpraxen eine besondere Gefahr für Patienten und Personal dar, da unter anderem durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit einiger Instrumente feine Wasseraerosole erzeugt werden. Mit diesen Aerosolen können Legionellen in Zahnarztpraxen besonders leicht in die Atemwege gelangen.


Wo können in Zahnarztpraxen Kontaminationen mit Legionellen auftreten?

Legionellen vermehren sich am besten bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 50 °C. Allerdings sind Legionellen in geringer Anzahl meist auch in kühlem Trinkwasser vorhanden. Alle wasserführenden Installationen und Einheiten in der Zahnarztpraxis können also über das Trinkwasser bzw. Leitungswasser mit Legionellen infiziert werden. Besonders günstige Lebensbedingungen finden Legionellen in Zahnarztpraxen, da von vielen Dentaleinheiten vorgewärmtes Wasser verwendet wird. Außerdem sind Turbinen, Hand- und Winkelstücke sowie Schläuche teilweise schwer zu reinigen. Bei länger nicht benutzen wasserführenden Geräten droht außerdem die Bildung von Stagnationswasser. Besonders Schläuche sind auch anfällig für die Bildung von Biofilmen. Stagnationswasser und Biofilme sind eine ideale Brutstätte für Legionellen in Zahnarztpraxen. Ein Test auf Legionellen in der Zahnarztpraxis wird daher von Experten empfohlen.


Bekämpfung von Legionellen in Zahnarztpraxen – welche Vorschriften und Empfehlungen gibt es?


Zahnarztpraxis LegionellenLaut Trinkwasserverordnung gilt für Trinkwasser ein technischer Maßnahmenwert von maximal 100 Legionellen pro 100 ml Wasser. Für die Einhaltung dieses Maßnahmenwertes ist der Praxisbetreiber verantwortlich. In Zahnarztpraxen sollte dieser Wert aus Gründen der Vorsicht möglichst weit unterschritten werden. Um eine Vermehrung und Verbreitung von Legionellen in Zahnarztpraxen zu vermeiden, empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) morgens alle wasserführenden Leitungen und Geräte 2 Minuten lang zu spülen. Nach der letzten Behandlung sollte abends nochmals für 20 Sekunden gespült werden. Außerdem empfiehlt das RKI mindestens einmal jährlich eine Wasserprobe der Dentaleinheit bei 36° C Wassertemperatur zu entnehmen.

Diese Probe ist auf Legionellen und andere koloniebildende Keime hin zu untersuchen. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfiehlt zur Legionellenprävention unter anderem eine Vorlauftemperatur des Warmwassers von mindestens 60°C und eine regelmäßige thermische Desinfektion der Warmwasserbereitung durch eine kurzzeitige Erhöhung der Wassertemperatur auf 70° C.


Tests zur Eigenkontrolle von Legionellen in Zahnarztpraxen

Der spezielle Wassertest „Dental Legionellen“ wird nach der Bestellung direkt per Post in die Zahnarztpraxis geschickt. Die Probenentnahme mit dem Test-Kit ist auch für Laien sehr einfach durchführbar. Das verständliche aufbereitete Testergebnis informiert über die mögliche Belastung.

 

Referenzen zu Legionellen Zahnarztpraxis

[1] Niedersächsisches Landesgesundheitsamt, „Legionellen – Änderung der Trinkwasserverordnung“
[2] Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, „Legionellen – die am häufigsten gestellten Fragen“: http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasser/legionellen.htm#tun
[3] Legionellen in Zahnarztpraxis

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